Was ist Retail Media?

Retail Media beschreibt die Möglichkeit im digitalen Marketing Werbung und im Speziellen im E-Commerce innerhalb von Marktplätzen und Webshops zu schalten. Retail Media wird laut FOMA Trendmonitor 2018 neben Adressable TV als eine der wichtigsten Online Media Trends der Zukunft angesehen. Anbieter sind zum Beispiel Amazon Marketplace, eBay oder Zalando. Oft werden dabei Techniken wie unter anderem In-Store-Werbung, Coupons oder Gutscheine angewandt. Vor allem in den letzten Jahren wurde die Bedeutung von Retail Media immer stärker beachtet.

Online ist das Sortiment viel größer als im beschränkten Raum im Point of Sale, deswegen ist es wichtiger, um unter der Konkurrenz für die eigene Bekanntheit der Marken zu sorgen, Werbung zu schalten. Vor allem in der Durchführung von Shopper-Marketing Kampagnen, die sich auf den Käufer und nicht den Konsumenten spezifizieren, ist die Planung oder Nutzung von Retail Media ein wichtiger Bestandteil.

Retail Media hat sich als wichtig für die Förderung des Verkaufs von Waren- und Dienstleistungen am Point of Sale und sogar darüber hinaus dargestellt. Obwohl einige Retail Media Kanäle im Store der Einzelhändler, werden diese oftmals nicht von den Einzelhändlern selbst betrieben.  Der Gesamtanteil des traditionellen Marketingbudgets richtet sich immer mehr auf Shopper-Marketing und digitale Medien aus und geht weg von nicht quantifizierbaren Medien wie Radio, Fernsehen oder der örtlichen Presse.

Zielsetzung von Retail Media

Die Kanäle des Retail Media werden oftmals zu einem großen Teil von den Inhalten der Einzelhändler selbst bestimmt. Die meisten Medienkanäle der Einzelhändler erreichen ihre Kunden in oder in der Nähe ihres Point of Sales.

Zwischen den Consumer Packaged Goods sowie den Fast-Moving Consumer Goods, welche die Medien kaufen und den Einzelhändlern, der die Medien verkauft, besteht ein potentieller Interessenkonflikt, weswegen oftmals ein Dritter beauftragt wird Medienflächen zu betreiben oder zu verkaufen.

Herausforderung von Retail Media

Eine der Herausforderungen von Retail Media ist es Publikumsmessungen: Es gibt mehrere Methoden zur Bewertung der Zielgruppe für Retail Media, unabhängig davon, ob es sich um eine Gesamttrefferzahl, ein segmentiertes Publikum oder eine Umsatzsteigerung handelt, die auf die Einzelhandelsmedienkanäle zurückzuführen ist.

Kaufprozess: Abhängig vom Einzelhändler, Produkt, Verkaufszyklus und Einzelhandelsmedienkanal usw. gibt es unterschiedliche Medienverkaufszyklen, die den jeweiligen Anforderungen entsprechen.

Aufgrund des spezialisierten Charakters von Retail Media-Programmen wenden sich Werbetreibende zunehmend an spezialisierte Retail Media-Agenturen, um Shopper-orientierte Kampagnen zu ermöglichen. Diese Retail Media Agenturen sind heutzutage darauf spezialisiert Einzelhändler mit Marken zu verbinden, die daran interessiert sind Werbung schon während dem Weg zum Kauf des Kunden zu präsentieren.

Vorteile und Nachteile von Retail Media

Einer der großen Vorteile von Retail Media ist zum Beispiel im Fall von Werbung direkt am Point of Sale, dass es für die Kunden schwierig ist diese in den Geschäften zu vermeiden und so ist nicht nur gewährleistet, dass die Kampagne auf jeden Fall bei dem Kunden ankommt, sondern auch oft, dass die Kunden direkt darauf reagieren können und das Produkt im Geschäft sofort kaufen können.

Ein weiterer Vorteil könnte sein, dass die Kunden bereits in Kauflaune sind und so nicht nach einem Produkt stoppen, sondern noch weitere Käufe auf den Handelsplattformen tätigen. Die Kunden sind bereits auf der Suchen nach Produkten und starten ihre Suche meistens kurz- oder langfristig mit einer Kaufintention.

Ein Nachteil von Retail Media könnte das enge Design der Plattformen sein, in das die Werbung eingebunden werden muss, so wird den Marken kein großer Spielraum für Kreativität und ähnliches gelassen.