Amazon Rücksendeberichte

Was sind Amazon Rücksendeberichte?

Seller und Vendoren müssen sich stets an die Richtlinien von Amazon halten. Darunter fällt auch das Rückgaberecht. Amazons Kunden haben grundsätzlich 30 Tage Rückgaberecht auf beinahe alle Artikel. Werden Produkte zurückgesendet, geht der E-Commerce-Riese davon aus, dass die Artikel die Erwartungen des Kunden nicht erfüllt haben. Dementsprechend werden die Produkte auch schlechter geranked. In diesem Zuge stehen Sellern und Vendoren jede Menge Berichte und Kennzahlen zur Verfügung, um die Verkaufsperformance messen und steuern zu können. Hierfür stellt Amazon entsprechende Rücksendeberichte bereit. Unter Amazon Rücksendeberichten versteht man Tabellen, in denen die Kundenrücksendungen eines bestimmten Zeitraums aufgelistet sind. Seller erhalten zwar durchaus über andere Wege Notifications oder E-Mails, wenn eine Retoure eines Kunden im Amazon-Lager eingetroffen und gutgeschrieben wurde, jedoch ist eine übersichtliche Liste bezogen auf einen längeren Zeitraum eine Möglichkeit, um die Retourendaten gezielt und strukturiert auswerten zu können. Dies hilft den Sellern und Vendoren dabei, die Rücksendequote möglichst gering zu halten.

Wie erstelle ich Amazon Rücksendeberichte?

Zu den Amazon Rücksendeberichten gelangt man in der SellerCentral über den Reiter „Berichte“ und „Rücksendeberichte anfordern“. Hier können Seller zunächst wählen, ob sich der Bericht auf alle Rücksendungen eines bestimmten Zeitraums oder nur auf Prime-Rücksendungen beziehen soll. Als Abfragezeitraum können entweder 1 Tag, 7 Tage, 30 Tage oder ein benutzerdefinierter Zeitraum ausgewählt werden. Ein weiterer Klick auf den Button „Anfordern“ bewirkt, dass Amazon im Hintergrund den Bericht erstellt. Schon nach kurzer Wartezeit und Aktualisieren der Seite liegt der angeforderte Bericht zum Download bereit. Als Dateiformat stehen entweder XML oder CSV zur Verfügung.

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Mit der Kennzahl „Unzufriedenheit bei Rücksendungen“ kann die Kundenzufriedenheit in Bezug auf die Rücksendungen gemessen werden. Diese kann natürlich stark variieren. Hierbei sollte sowohl auf die positiven als auch auf die negativen Rückmeldungen reagiert werden. Bei Bestellmängeln haben Seller und Vendoren insofern Einfluss, dass sie ihr Qualitäts- und Verpackungsmanagement optimieren können, um die Bestellmängelrate möglichst gering zu halten.

Wofür kann ich Rücksendeberichte verwenden?

Wer seine Produkte erfolgreich auf Amazon verkaufen will, der sollte nicht nur versuchen, seine Verkäufe durch gutes Marketing zu steigern. Auf der anderen Seite kann nämlich auch ein Hebel angesetzt werden, um langfristig den Umsatz zu erhöhen. Denn dieser ist nicht nur von der Bruttoabsatzmenge abhängig, sondern insbesondere auch von der Retourenquote. Wer eine zu hohe Retourenquote hat, läuft Gefahr, von Amazon als schlechter Verkäufer wahrgenommen zu werden und im Ranking Plätze einzubüßen. Außerdem wird auch ganz direkt wertvolles Potenzial für den eigenen Umsatz verschenkt. Um die Retourenquote zu senken, kann ein Rücksendebericht wertvolle Informationen liefern. Dieser zeigt genau auf, wann wie viele Retouren gekommen sind. Zudem gibt es die Möglichkeit, einen Einblick in die Gründe der Retouren durch die Kunden zu bekommen. Insgesamt können die zur Verfügung gestellten Daten dazu verwendet werden, um Zusammenhänge und Insights zu generieren, die zeigen, warum, wann und welches Produkt die Kunden zurückschicken und ggf. was man in Zukunft besser machen kann, um die Retourenquote zu minimieren. Oftmals ist es schwer oder besonders teuer, die Anzahl der Sales zu erhöhen. Die Anzahl der Retouren zu verringern kann manchmal deutlich einfacher sein und sollte nicht außer Acht gelassen werden. Hier können die Rücksendeberichte von Amazon eine nützliche Datengrundlage liefern.