Wie die Online-Shops das Geld aus der Tasche ziehen

Beim Online-Shoppen wird kräftig getrickst

Laut Handelsexperten Martin Fassnacht, von der WHU Otto Beisheim School of Management, sollen die Menschen in Deutschland Kleidung im Überfluss haben. Es wird durch  Online-Shops ein großer Aufwand betrieben um dem Kunden das Geld maximal aus der Tasche zu ziehen.

 

60 Tage Rückgaberecht beim Online-Shoppen? Los geht´s!

Normalerweise bist du vorsichtig was das online-bestellen angeht? Durch die extra lange Geld-Zurück-Garantie der Online-Shops lässt sich auch der sonst scheue Kunde zum Kauf ein. Warum legen die Betreiber so viel Wert auf solche Strategien? Marketing Experte Florian Stahl von der Universität Mannheim bestätigt, dass das eine Möglichkeit sei, die Scheu der Menschen vorm Online-Kauf zu überwinden.

Nach Angaben des Handelsverbands Deutschland wurde in der Textilbranche fast jeder fünfte Euro im Bereich Fashion und Lifestyle 2015 online umgesetzt. Das Online-Geschäft wird immer wichtiger. Laut Fassnacht ist dieses Rückgaberecht wie eine Erweiterung der Umkleidekabine der Shops.

 

Klasse Angebot, nehme ich! – Kaufrausch garantiert.

Durch das klassische Surfen der Kunden in den Online-Shops wird der Warenkorb, bis zur Unübersichtlichkeit missbraucht. Durch Empfehlungen der Händler, die auf deinem Verhalten basieren, landen mehr Produkte im Warenkorb als gedacht. Dieses Verhalten lässt sich durch die Daten deines Surfens ermitteln, dadurch haben wir maßgeschneiderte Werbung auf jeder besuchten Seite. Daten sind überall, häufig fragen Händler bei Retouren warum Kunden Sie zurückschicken, denn dadurch lernen die Betreiber den Kunden besser kennen.

 

Jedes Produkt hat seine eigene Geschichte

Zu jeder Kleidungs-Kombination wird eine Geschichte dementsprechend erstellt, denn die Kleidung soll gut wirken. Online werden dafür besonders Bilder, Videos, Blogs, Tipps und Szene-Geschichten genutzt. Social Media spielt hierbei auch eine wesentliche Rolle, dennoch „der Weg von Facebook zum Verkauf ist nach wie vor ein langer“, sagt Fassnacht.

 

CODE: KAUF MICH! – Gutscheine eine mächtige Waffe

Gutscheine fördern Willigkeit der Kunden zu kaufen, dennoch Obacht! Durch Marktforschung ermitteln Unternehmen wann Kunden tatsächlich auf „kaufen“ klicken. Bindet man das Gutscheinfeld am Ende des Warenkorbs ein, so könnte der Kunde denken „Mist, es könnte sein das ich zu viel für meine Produkte zahle, da ich keinen Gutschein habe“. Von daher sollte man das Gutscheinfeld behutsam nutzen oder etwas verstecken. Schließlich möchte man Verkäufe fördern.

 

T-Shirt gefunden aber welche Hose dazu?

Die Idee des „Bundling“ (Bündeln) nutzen Online-Shops wie Outfittery und Modomoto Sie werben damit, dass Kunden ganze Outfits bekommen. Durch eine Online-Beratung mit Fragen wie „Wie alt fühlen Sie sich?“ sollen Kunden einen besseren Kauf erleben. Outfits werden direkt in einem Koffer geliefert, mit der Hoffnung das Produkte gekauft werden die in den Shops übersehen werden.

 

Eindeutig ein Schnapper – Schnäppchen heben Produkte hervor

Klares Vorgehen seitens der Händler, der Schnäppchen-Effekt lässt den Eindruck erwecken, dass Produkte oder Angebote einmalig sind. Hier wird ganz klar mit der Psychologie der Kunden gespielt, denn die Händler fragen sich wann ihre Kunden die meiste Zeit zum Shoppen haben. Natürlich haben die meisten Menschen am Wochenende, die Möglichkeit dazu, wenn sie nicht arbeiten müssen. Am Freitag, Samstag und Sonntag wird der Rechner eingeschaltet, das Tablet in die Hand genommen oder das Smartphone zum Surfen genutzt und das bequem von der Couch aus. Klares 1:0 für die Online-Händler.

 

Fazit zum Internet-Shopping:

Alles in Allem laufen hier eine Menge Faktoren ineinander, wovon der Besucher oder „Surfer“ kaum etwas mitbekommt. Psychologie spielt hier eine sehr große Rolle und wird gezielt genutzt. Natürlich ist es bequem und vorteilhaft für die Menschen von zuhause aus Shoppen zu können, dennoch sollte man dies kontrollieren. Wer viel Wert auf Beratung legt, sollte dann doch den herkömmlichen Weg wählen und in einen physischen Laden gehen.

2017-01-27T13:14:38+01:00 26.01.2017|

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