Amazon März-Update: Aktualisierung des Produktkatalogs

Ab dem 15. März 2017 gibt es ein größeres Update bezüglich des Amazon-Produktkatalogs in den Kategorien „Drogerie & Körperpflege“ für das Hochladen der Lagerbestandsdatei (Flatfile). Alle Händler, die in dieser Produktkategorie auf Amazon Artikel zum Verkauf anbieten, müssen dann spätestens Mitte März diesen Jahres ihre Excel-Tabelle anpassen, damit das Updaten sowie das Erstellen von Produktinformationen ohne Fehler abläuft.

Welche Produkttypen sind von dem Amazon-Update betroffen?

Die Kategorie „Drogerie & Körperpflege“ ist relativ mächtig auf Amazon, ist in 16 Unterkategorien unterteilt und umfasst allein auf dem deutschen Marktplatz derzeit circa 1,5 Millionen aktiven Angebote. Allerdings sind bei dem Update des Produktkatalogs nicht alle Unterkategorien einbezogen. Folgende Bereichen werden am dem 15.03.2017 aktualisiert:

  • Medikamente
  • Nahrungsergänzungsmittel
  • Erotikartikel
  • Korrektionsbrillen und Kontaktlinsen
  • Drogerie & Körperpflege Sonstiges
  • Körperpflegeartikel

Gerade die Kategorie „Nahrungsergänzungsmittel“ hat durch FBA und Private-Label-Seller in den letzten Monaten einen starken Zuwachs an neuen Artikel erfahren, sodass hier derzeit knapp 100.000 Produkte angeboten werden. Wer als Händler in dieser Sparte also Waren anbietet, der ist vom März-Update ebenfalls betroffen.

Was ändert sich mit dem Update des Amazon-Produktkatalogs?

Von offizieller Seite heißt es hier bei Amazon:

In dieser neuen Datei müssen für sämtliche freiverkäufliche und apothekenpflichtige Medikamente sowie Produkte der Kategorie Nahrungsergänzungsmittel die enthaltenen Inhaltsstoffe angegeben werden. Weitere Informationen finden Sie auf der Hilfeseite Drogerie & Körperpflege. Weitere Informationen, welche die neuen Produkttypbeschreibungen (PTD) betreffen, werden in Kürze ergänzt.

amazon-lagerbestandsdatei-flatfile-updateGerade eben für die beiden benannten Produktbereiche „Medikamente“ und „Nahrungsergänzungsmittel“ ist es demnach ab März 2017 besonders wichtig, dass die vollständige Liste an Ingrediens bei Amazon dem Listing hinzugefügt werden. Verpflichtend ist idR. die englische Bezeichnung der Inhaltsstoffe, aber es empfiehlt sich erfahrungsgemäß auch die deutschen Begriffe zu ergänzen (z.B. in der Produktbeschreibung), damit potentielle Käufer besser informiert sind. Speziell bei Produkten, die eingenommen oder auf die Haut aufgetragen werden, sollten auch aus rechtlichen Gründen immer vollständige Inhaltsangaben vor einem Kauf angezeigt werden. Das Risiko von Allergien, Nebenwirkungen und Unverträglichkeiten sind bei diesen Artikeln besonders hoch und daher unterliegen solche Produkte auch entsprechend härteren Auflagen, die nun Amazon ab dem 15. März 2017 auch umsetzen wird.

Was ist hinsichtlich des Amazon-Produkt-Listings zu beachten?

Eine korrekte und exakte Zuordnung seiner Produkte in die entsprechenden Unterkategorien ist notwendig, damit man nicht gegen die Amazon-Richtlinien verstößt und im schlimmsten Fall sogar gesperrt werden kann. Andererseits hat die Kategorisierung durchaus auch Einfluss auf die Amazon-Optimierung, genauer gesagt auf die Verkaufs-Chance. Bestimmte Keywords in den allgemeinen Schlüsselwörtern werden von Amazon manchmal nur dann indexiert, wenn sie auch wirklich zur jeweiligen Kategorie passen. Das wiederum hat direkten Einfluss auf die Sichtbarkeit seiner Produkte in den Amazon-Suchergebnissen. Sichtbarer geht meistens auch einher mit mehr Sales, was wiederum den Verkaufsrang (Bestsellerrang) steigert und damit die Auffindbarkeit wiederum verbessert.

Eine vollständig und korrekt gepflegte Eigenschaftsliste seiner Angebot hat zudem auch den Vorteil, dass die Produkte besser gefunden werden, wenn Käufer bei Amazon die Filter nutzen, um gerade in komplexen Kategorien eine genauere Auswahl zu treffen. Sind die Produkteigenschaft nicht oder nur mangelhaft gepflegt, werden die eigenen Angebote schlechter oder gar nicht angezeigt und werden demnach weniger verkauft.

Fazit zum März-Update

Das neue Amazon-Update im März ist Fluch und Segen zugleich. Es erfordert bei Händler erst einmal wieder mehr Arbeit / Aufwand, um die Flatfiles zu aktualisieren. Es bringt aber gleichzeitig die Chance mit sich, dass man bei entsprechend ordentlicher Pflege des Produktkatalogs besser auffindbar ist und damit mehr verkaufen kann. Nicht zuletzt vermeidet man mögliche Penalties seitens Amazon, wenn die eigenen Produkte falsch zugeordnet sind.

 

2018-01-08T18:32:37+00:00 19.01.2017|

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